
Frauenmantel
Alchemilla xanthochlora
Umhüllung, Behütung, Hervorbringung
Botanik
Das mantelartig umhüllende, weiche Blatt des Frauenmantels bildet im Grund einen trichterförmigen Fächer, in dem sich ein silbern schimmernder Tautropfen sammelt — nicht nur vom Regen, sondern durch aktive Wasserausscheidung (Guttation) der Blattwimpern. Die Frucht ist von einem glatten Kelchbecher umschlossen, aber nicht mit ihm verwachsen — sie entwickelt sich geschützt wie in einer Gebärmutter. Die meisten Alchemilla-Arten pflanzen sich apomiktisch fort: ohne Befruchtung, der Pollen wird nicht freigegeben. Trotz schwer durchschaubarer Artvielfalt sind die Alchemillen ausserordentlich stabil in ihrer Gestalt — in sich selbst ruhend.
Wirkprinzip
Der Aufbau der Hülle des Lebens
Der Frauenmantel verkörpert das Wesen des gebärenden weiblichen Schosses. Im geborgenen Grund seines mantelartig umhüllenden Blattes bringt die Pflanze in rhythmischer Gebärde einen silbernen Tautropfen hervor. Alchemilla steht für die Bejahung weiblicher Rhythmen, stärkt den Mut zur echten Weiblichkeit und gleicht eine zu starke oder zu schwache Betonung des Frauseins aus. Sie wirkt kühlend und gewebestärkend.
Botanische Daten
Signatur & Wirkung
Von der Gestalt zur Heilkraft
Die gefässbildende Fältelung des Blatts, der im Blattgrund hervorgebrachte Silbertropfen und die geschützte Fruchtentwicklung sind eine der deutlichsten Signaturen der Pflanzenwelt. Alchemilla verdankt ihren Namen den Alchemisten, die den Tautropfen als Ausgangssubstanz für Elixiere sammelten. Die apomiktische Fortpflanzung (ohne Befruchtung) und die hohe Konstanz der Artmerkmale betonen das lebensbewahrende, selbstgenügsam weibliche Wesen.
Psychologische Signatur
Der Aufbau der Hülle des Lebens
Aus: «Psyche des Menschen und Signatur der Heilpflanzen» — R. & H. Kalbermatten
Das Mörserverfahren
Schonend, kalt, vollständig.
Ceres stellt Urtinkturen nach einem einzigartigen Verfahren her: Frische Pflanzen werden in einem speziellen Mörser von Hand verarbeitet — ohne Hitze, ohne maschinelle Zerkleinerung. So bleiben die empfindlichen Wirkstoffe in ihrer natürlichen Komplexität erhalten. Die Mazeration erfolgt in biologischem Alkohol über mehrere Wochen. Das Ergebnis ist eine Urtinktur, die das vollständige Wirkstoffspektrum der Pflanze bewahrt.






