
Zitronenmelisse
Melissa officinalis
Besänftigung, Weichheit, Milde
Botanik
Die Melissenblätter breiten sich in die Horizontale aus und bedecken sanft etwas Darunterliegendes — ein Bestand bildet allmählich ein Gewölbe. Zwischen dem dichten Netzwerk der ausgeprägten Nerven spannen sich sanfte Wölbungen auf, wie von einer Hand, die in liebkosender Bewegung über ein Gesicht streift. Das ätherische Öl ist extrem flüchtig und instabil — ein halbes Jahr nach der Ernte sind 60 % verloren. Doch eine gereifte wesenhafte Urtinktur entwickelt nach Jahren einen wunderbar tragenden Duft, den Kalbermatten als 'Essenz aus der Summe aller Heilpflanzen' beschreibt.
Wirkprinzip
Die Melisse besitzt ein unglaublich sanftes, allheilendes Wesen. Ihr Wesen entspricht einer sanften, liebkosenden Berührung und schenkt entspannte Ruhe bei Nervosität und Anspannung. Sie gehört zum Menschen, der wie die 'Prinzessin auf der Erbse' die kleinsten Unannehmlichkeiten des Lebens als störend empfindet und ein grosses Harmoniebedürfnis hat.
Botanische Daten
Signatur & Wirkung
Von der Gestalt zur Heilkraft
Die Pflanze scheint wie frei schwebend zwischen Himmel und Erde aufgespannt — von allen Pflanzen hat sich die Melisse den Erdkräften am meisten entzogen. Die Festigkeit der Struktur (überraschend derb trotz zarter Erscheinung) ermöglicht gerade dieses Tragende und Schwebende. Dass die gereifte Urtinktur wie die Essenz aller Heilpflanzen duftet, zeigt: Das Individuelle hat sich bei der Melisse verflüchtigt, zurückgeblieben ist etwas Sanftes, Allheilendes.
Das Mörserverfahren
Schonend, kalt, vollständig.
Ceres stellt Urtinkturen nach einem einzigartigen Verfahren her: Frische Pflanzen werden in einem speziellen Mörser von Hand verarbeitet — ohne Hitze, ohne maschinelle Zerkleinerung. So bleiben die empfindlichen Wirkstoffe in ihrer natürlichen Komplexität erhalten. Die Mazeration erfolgt in biologischem Alkohol über mehrere Wochen. Das Ergebnis ist eine Urtinktur, die das vollständige Wirkstoffspektrum der Pflanze bewahrt.






