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Salbei (Salvia officinalis)
Sommer

Salbei

Salvia officinalis

Aufnahmefähigkeit, Empfänglichkeit, Yin

Botanik

Das Salbei-Aroma ist weder eindeutig wärmend noch kühlend — es passt sich der Situation an und vermittelt zwischen zwei Welten. Die weichen Blätter mit ihrem ruhigen, blaugrünen Farbton sind in einer empfangenden Geste steil nach oben gerichtet. Neu gebildete Blätter sind zunächst zu einem senkrechten Rohr eingerollt. Der charakteristische Schlagbaummechanismus der Staubblätter bewegt beim Insektenbesuch die Staubbeutel aktiv auf den Körper des Insekts — eine wesenhafte Verbindung zwischen Aufnehmen und Abgeben.

Wirkprinzip

Salbei unterstützt die Aufnahmefähigkeit und Empfänglichkeit in seelischer und körperlicher Hinsicht. Die Angst vor Veränderung des Vertrauten wirkt blockierend — der Mensch will unbewusst Neuem keinen Einlass mehr gewähren, und Rachentzündungen können die Folge sein. In den Wechseljahren verstärkt Salbei die seelische Empfänglichkeit als Kompensation für die nachlassende körperliche Empfängnisfähigkeit. Er wirkt kühlend und ausgleichend bei Yin-Yang-Ungleichgewicht.

Botanische Daten

FamilieLamiaceae (Lippenblütler)
OrdnungLamiales
Wuchshöhe30–70 cm
BlütezeitMai–Juli
StandortTrockene, sonnige Standorte; kalkhaltige, steinige Böden
VerbreitungMittelmeergebiet; in Mitteleuropa kultiviert
Ceres-BeschaffungDemeter-Anbau
PflanzenteilBlätter
VolksnamenEchter Salbei, Gartensalbei, Küchensalbei, Sage

Signatur & Wirkung

Von der Gestalt zur Heilkraft

Der Geruch trägt wie durch einen Kanal nach innen, ins Dunkle — Salbei schafft Verbindung zwischen Licht und Dunkel, aussen und innen, oben und unten. Die röhrenförmig eingerollten jungen Blätter als empfangende Geste begründen den Bezug zu aufnehmenden Organen (Rachen, weibliche Geschlechtsorgane). Der Name Salvia kommt von salvare — retten. Die Aufnahmefähigkeit und Empfänglichkeit, die Salbei fördert, kompensiert in den Wechseljahren die nachlassende körperliche Empfängnisfähigkeit.

Das Mörserverfahren

Schonend, kalt, vollständig.

Ceres stellt Urtinkturen nach einem einzigartigen Verfahren her: Frische Pflanzen werden in einem speziellen Mörser von Hand verarbeitet — ohne Hitze, ohne maschinelle Zerkleinerung. So bleiben die empfindlichen Wirkstoffe in ihrer natürlichen Komplexität erhalten. Die Mazeration erfolgt in biologischem Alkohol über mehrere Wochen. Das Ergebnis ist eine Urtinktur, die das vollständige Wirkstoffspektrum der Pflanze bewahrt.

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