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Stiefmütterchen (Viola tricolor)
FrühlingSommer

Stiefmütterchen

Viola tricolor

Verletzlichkeit, Echtheit und Schein

Botanik

Das Stiefmütterchen ist das schwierigste Pflanzenwesen in Kalbermattens Forschung — sein Geheimnis liegt im Verbergen einer inneren Verletzlichkeit. Die Nebenblätter werden zur Hauptsache, während die eigentlichen Blätter in den Hintergrund treten — Umstülpung von Innen und Aussen. Es ist die einzige Veilchenart mit drei verschiedenen Blütenfarben (violett, weiss, gelb) statt einheitlichem Blau. Bei Verletzung entsteht sofort ein starker Salicylsäure-Geruch — ein verborgener Medizinalcharakter unter der hübschen Oberfläche. Die Blütenstruktur zeigt wie die ganze Gattung zahlreiche Accessoires und Anhängsel.

Wirkprinzip

Das Stiefmütterchen versinnbildlicht den empfindsamen, verletzlichen Menschentypus, der seine Verletzlichkeit mit allen Mitteln zu verbergen sucht. Die Haut als Grenze zwischen innen und aussen soll intakt und schön bleiben. Viola tricolor ist durch sein Wesen spezifisch auf die Bewahrung der Hautschönheit ausgerichtet und lenkt die Aufmerksamkeit auf die Diskrepanz zwischen innerer Verletzlichkeit und äusserer Oberflächlichkeit.

Botanische Daten

FamilieViolaceae (Veilchengewächse)
OrdnungMalpighiales
Wuchshöhe10–30 cm
BlütezeitMai–September
StandortÄcker, Wegränder, Magerwiesen; sandige, nährstoffarme Böden
VerbreitungEuropa; in der Schweiz zerstreut bis 1800 m
Ceres-BeschaffungBio-Anbau / Wildsammlung
PflanzenteilBlühendes Kraut
VolksnamenWildes Stiefmütterchen, Ackerveilchen, Dreifaltigkeitskraut, Heartsease

Signatur & Wirkung

Von der Gestalt zur Heilkraft

Die Umstülpung (Nebenblätter als Hauptsache, Blätter im Hintergrund) und die dreifarbige Blüte (untypisch für Veilchen) verweisen auf das Verbergen innerer Verletzlichkeit durch äussere Kompliziertheit. Die Pfirsichhaut-artige Blütenstruktur begründet den direkten Bezug zu gesunder Kinderhaut. In psychischer Hinsicht lenkt das Stiefmütterchen die Aufmerksamkeit auf die Diskrepanz zwischen innerer Verletzlichkeit und nach aussen getragener Oberflächlichkeit.

Das Mörserverfahren

Schonend, kalt, vollständig.

Ceres stellt Urtinkturen nach einem einzigartigen Verfahren her: Frische Pflanzen werden in einem speziellen Mörser von Hand verarbeitet — ohne Hitze, ohne maschinelle Zerkleinerung. So bleiben die empfindlichen Wirkstoffe in ihrer natürlichen Komplexität erhalten. Die Mazeration erfolgt in biologischem Alkohol über mehrere Wochen. Das Ergebnis ist eine Urtinktur, die das vollständige Wirkstoffspektrum der Pflanze bewahrt.

Stiefmütterchen von Ceres

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